Welchen Einfluss haben Verwaltungskosten auf die langfristige Rendite?

Beim Kauf von Fonds fallen in der Regel jährliche Verwaltungs- oder Managementkosten (in %) an, die von der Fondsgesellschaft nicht direkt in Rechnung gestellt werden, sondern gewöhnlich auf täglicher Basis von der Wertentwicklung abgezogen und direkt aus dem Fondsvermögen entnommen werden. Sie schmälern dadurch letztendlich die Gesamtrendite der Kapitalanlage. Auf der anderen Seite sind Verwaltungskosten insofern erforderlich, da sie gewisse interne Kosten der Fondsgesellschaft wie z.B. Gehalt des Fondsmanagers, Provision für einen Vermittler oder Kosten eines IT-Systems decken müssen. Die Höhe der Gebühr hängt sehr stark von der Fondsart ab:

– Aktienfonds: ca. 0,5 bis 2,5 Prozent (p.a.)
– Rentenfonds: ca. 0,5 bis 1,5 Prozent (p.a.)
– Offene Immobilienfonds: ca. 0,5 bis 2,0 Prozent (p.a.)

Ein Anleger ist daher gut beraten, neben der Renditeentwicklung auch die Kosten im Auge zu behalten, da diese eine gute Bruttorendite sehr schnell „auffressen“ können. Aus diesem Grund haben passiv verwaltete Fonds, so genannte ETFs, in den letzten Jahren erheblichen Zuspruch erhalten, da deren Verwaltungskosten sehr niedrig sind (mehr zu diesem Thema finden Sie hier). Welchen Einfluss die jährlichen Kosten auf die Wertentwicklung einer Einmalanlage haben können, soll folgendes Beispiel verdeutlichen:

– Einmalanlage: 100.000 €
– Wertentwicklung: 7% (p.a.)
– Haltedauer: 20 Jahre
– Verwaltungskosten (p.a.): a) 0,5% b) 1,5% c) 2,5%

Folgendes Endvermögen erzielen die Fonds nach 20 Jahren:

a) bei Verwaltungskosten von 0,5% p.a.: 352.365 Euro
b) bei Verwaltungskosten von 1,5% p.a.: 291.776 Euro
c) bei Verwaltungskosten von 2,5% p.a.: 241.171 Euro

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