Welchen Einfluss haben Dividenden auf die langfristige Rendite?

Lange Zeit wurde der Dividende im Allgemeinen wenig Beachtung geschenkt. Lieber achteten die Anleger auf möglichst hohe Renditen infolge von Kurssteigerungen. Diese Einstellung hat sich jedoch gerade mit der Niedrigzinsphase grundlegend geändert. Mittlerweile erkennen die Anleger, welche Rolle die Dividende vor allem langfristig in Bezug auf die Gesamtrendite eines Portfolios haben kann. Folgendes Beispiel illustriert diesen Zusammenhang eindrucksvoll:

– Investitionssumme: 50.000 Euro
– Angenommene Rendite des Portfolios p.a.: 7 Prozent
– Dividendenrendite vor Steuern: 3,5 Prozent
– Abgeltungssteuer und Solidaitätszuschlag: 26,4 Prozent
– Reinvestition der ausgeschütteten Dividende
– Anlagedauer: 25 Jahre

Anteil Dividende an Gesamtrendite

Die Investitionssumme von 50.000 Euro entwickelt sich nach 25 Jahren auf etwas mehr als 500.000 Euro. Knapp die Hälfte dieser Wertentwicklung ist auf die Dividende zurückzuführen. Die langfristige Wirkung entfaltet sich vor allem dadurch, dass die Dividende jedes Jahr wieder reinvestiert wird und somit ein Zinseszinseffekt entsteht. Der Anleger ist somit gut beraten, neben einer stabilen Wertentwicklung der Aktie auch auf eine attraktive Dividende zu achten. Zwar spielt die Dividendenhöhe eine gewisse Rolle, viel wichtiger ist jedoch, dass das Unternehmen in der Lage ist, die Dividende kontinuierlich auszuschütten und zu steigern. In der Praxis gibt es einige Unternehmen, die diesen Anforderungen genügen. So stehen beispielsweise Firmen wie Altria, BASF, McDonald´s oder Hennes & Mauritz seit vielen Jahren für eine hohe Dividendenkontinuität. Neben der Einzelinvestition gibt es zahlreiche aktive Dividenden-Fonds und Dividenden-ETF´s, die gezielt auf dividendenstarke Unternehmen setzen.