Für Burgerliebhaber: Der Dividendensteigerungseffekt am Beispiel des Big Mac

In Zeiten der Niedrigzinsphase spielt die Dividende eine immer wichtigere Rolle bei Anlegern. Während es auf Festgeldkonten für Sparer kaum noch etwas zu holen gibt, stellt die Dividende eine Möglichkeit dar, ein regelmäßiges passives Einkommen zu erzielen. Dividendenrenditen von 2 bis 4 Prozent sind bei vielen DAX-Konzernen keine Seltenheit.

Viel wichtiger als die Dividendenrendite ist jedoch langfristig das Dividendenwachstum. Die entsprechenden Ergebnisse einer empirischen Untersuchung lesen Sie hier. Aus der langfristigen Steigerung von Dividenden können sich attraktive Einkommenseffekte ergeben wie dieser Beitrag am Beispiel des Big Mac darstellt. Ob Sie jedoch Ihre Dividende in den Big Mac investieren, bleibt natürlich Ihnen überlassen.

Vorsicht vor hohen Dividendenrenditen

Anleger sollten sich nicht von zu hohen Dividendenrenditen verführen lassen und diesen stets eine gesunde Skepsis entgegenbringen. Denn Renditen im hohen einstelligen Bereich sind häufig auf stark gefallene Kurse zurückzuführen, die möglicherweise im Zusammenhang mit ernsthaften Unternehmensproblemen stehen.

Auch wenn auf Basis der aktuellen Dividendenschätzungen eine hohe Dividendenrendite attraktiv erscheint, ist diese bei Unternehmensproblemen nachhaltig nicht aufrecht erhaltbar. Viele Beispiele zeigen, dass Dividendenkürzungen oder sogar -streichungen dann meist die Folge sind. Daneben entwickeln sich die Kurse solcher Aktien in der Regel unterdurchschnittlich, so dass die Performance zusätzlich belastet wird.

Dividendenkontinuität und -steigerung spiegelt Qualität wider

Ist ein Unternehmen in der Lage, seine Dividende über viele Jahre anzuheben, so ist dies nur dann möglich, wenn sich die Geschäfte positiv entwickeln. Unternehmen mit langen Dividendenhistorien weisen in der Regel steigende Umsatz- und Gewinnzahlen auf.

Unternehmensbeispiele für Dividendenkontinuität sind Colgate-Palmolive (zahlt seit 1895; steigert seit 1963), General Mills (zahlt seit 1898; steigert seit 2004) oder McDonald´s (zahlt seit 1976; steigert seit 1977). Im DAX ist Fresenius der verlässlichste Dividendenzahler. Seit 25 Jahren schüttet der Konzern jedes Jahr ein wenig mehr an seine Aktionäre aus. Alle aufgeführten Unternehmen sind im wikifolio „Wachstum und Dividenden“ enthalten, das seit August an der Börse investierbar ist und sich seither gut behaupten kann.

Der Dividendensteigerungseffekt am Beispiel des Big Mac

Im Folgenden wird der Effekt steigender Dividenden am Beispiel des Burgerherstellers McDonald´s über die vergangenen zehn Jahre dargestellt. Wir gehen davon aus, dass ein Aktionär 700 USD im Jahr 2006 in die Aktie investierte, die damals bei 35 USD stand. Er konnte sich also 20 Aktien leisten, die ihm eine Dividende von 20 USD (1 USD pro Aktie) bescherten.

Zehn Jahre erhält der Aktionär bereits 3,6 USD pro Aktie, also insgesamt 72 USD für seine 20 Aktien. Die Dividende hat sich in diesem Zeitraum um durchschnittlich 13,5% pro Jahr erhöht. Angenommen, ein Big Mac kostet heute rund 4 USD, dann kann sich der Aktionär von seiner Dividende (vor Steuern) 18 Big Mac leisten. Mit einer Inflationsrate von 2% bereinigt, kostete der Big Mac vor zehn Jahren rund 3,3 USD. Von seiner Dividende konnte sich der Anleger damals nur etwa 6 Mig Mac kaufen.

Die inflationsbereinigte Differenz von 12 Big Mac ist also ausschließlich auf die nachhaltige Dividendensteigerung zurückzuführen. Ein Effekt, in dessen Genus nur langfristig orientierte Anleger kommen. Darüber hinaus konnte ein Anleger seine individuelle Dividendenrendite, also das Verhältnis von Dividende zu ursprünglich eingesetztem Kapital, von damals 3% (20 USD / 700 USD) auf mittlerweile rund 10% (72 USD / 700 USD) erhöhen.bigmac-2006-2016

Dividenden-ETFs bieten die Möglichkeit, von Dividendenwachstum zu profitieren

Um von Dividendenkontinuität und -steigerungen zu profitieren, gibt es mittlerweile zahlreiche Dividenden-ETFs, die in so genannte Dividendenaristokraten regelbasiert investieren. Ein ETF-Beispiel finden Sie hier. Dadurch sichern sich Anleger ein regelmäßiges und steigendes Einkommen. Zudem versprechen Dividendenaristokraten langfristig stabilere Kursgewinne. Der vorgestellte ETF befindet sich auch in den ETF-Portfoliokonzepten.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die gemachten Ausführungen keine individuelle Anlageempfehlung darstellen.

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