Fielmann: Die Wachstumsperle im Optikermarkt

Brille: Fielmann! Diesen Werbeslogan haben die meisten Menschen in Deutschland sicherlich in irgendeiner Form schon einmal gehört. So ist es auch kein Wunder, dass rund 90 Prozent der Deutschen die Marke Fielmann kennen und diese direkt mit dem Brillengeschäft in Verbindung bringen. Diese Markenbekanntheit spiegelt den Erfolg des im Jahr 1972 gegründeten Unternehmens wider. Die Firma bietet Qualitätsbrillen zu einem Preis an, den sich die meisten Menschen leisten können. Wer daher einmal eine Brille bei Fielmann kauft, wird dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft tun. Neben Brillen bietet das Unternehmen zahlreiche Markenkontaktlinsen.

Fielmann gilt europaweit als führender Optiker und betreibt in sechs Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Luxemburg und Niederlande) insgesamt fast 700 Filialen, wovon der Großteil auf Deutschland fällt. Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2014 einen Umsatz von 1,43 Milliarden Euro. Zehn Jahre zuvor betrug der Konzernumsatz lediglich rund 0,33 Milliarden Euro. Somit hat sich der Umsatz in einer Dekade mehr als vervierfacht. Der Gewinn je Aktie konnte in den letzten zehn Jahren durchschnittlich 13 Prozent pro Jahr gesteigert werden.

Die Aussichten des Konzerns sind weiterhin gut, da der Optikermarkt auch in den nächsten Jahren hohes Wachstum verspricht. Eine höhere Nachfrage ist alleine schon aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung gegeben. Das Bundesfamilienministerium schätzt, dass in 25 Jahren fast 50% aller Menschen in Deutschland älter als 65 sein werden. In dieser Altersgruppe benötigt fast jeder eine Sehhilfe. Aber auch junge Menschen brauchen immer häufiger Unterstützung beim Sehen. Darüber hinaus versucht Fielmann, durch neue Produkte wie Hörgeräte oder neue Absatzkanäle wie dem Onlinegschäft zusätzliches Umsatzpotential zu generieren. Eine hohe Kundenorientierung sollte auch in Zukunft Basis für weitere Umsatzsteigerungen sein.

Fielmann 10 Jahre

Aktionäre von Fielmann können sich seit vielen Jahren an dem Aktienkurs erfreuen. So legte die Aktie in den letzten zehn Jahren um fast 300 Prozent zu und konnte damit den Vergleichsindex MDAX klar hinter sich zurücklassen. Zusätzlich schüttet das Unternehmen eine Dividende von drei Prozent jedes Jahr aus und gehört damit zu den attraktiven Dividendentiteln auf dem deutschen Kurszettel. Zudem steht Fielmann für ein stabiles Dividendenwachstum, wodurch sich die persönliche Dividendenrendite des Anlegers über viele Jahre deutlich nach oben bewegt. Die Aktie gilt gemessen am KGV von knapp unter 30 nicht zu den billigsten Aktien, jedoch scheint eine gewisse Qualitätsprämie aufgrund der hohen Wachstumsdynamik durchaus gerechtfertigt. Kein Wunder, dass Fielmann auch im wikifolio „Wachstum und Dividenden“ vertreten ist und bisher eine erfreuliche Performance hingelegt hat.