Anlagestrategien

Um die finanziellen Ziele eines Anlegers zu erreichen, bedarf es einer durchdachten Anlagestrategie. Ein häufiger Fehler bei der Kapitalanlage ist, dass Geld ohne ein Konzept angelegt wird. Dadurch bleibt der langfristige Erfolg häufig weit hinter den Erwartungen zurück. Eine Anlagestrategie sollte transparent, einfach und verständlich, flexibel, kosteneffizient und vor allem langfristig erfolgreich sein. Die hier vorgestellten Strategien erfüllen diese Eigenschaften und sind insbesondere auf den Langfristanleger zugeschnitten.

Da langfristig die Aktie die höchste erwartete Rendite verspricht, legen die vorgestellten Strategien ihren Fokus auf diese Anlageklasse. Dennoch sollten Anleihen, Rohstoffe oder auch Immobilien nicht grundsätzlich als Beimischung ausgeschlossen werden. Bei der konkreten Umsetzung der Anlagestrategie ist neben der Vermögens- und Lebenssituation vor allem der Anlagehorizont und das Risikoprofil des Anlegers mit einzubeziehen. Aufgrund des Zusammenspiels von Rendite und Risiko sollte der Aktienanteil bei längerem Anlagehorizont und höherer Risikopräferenz zunehmen, um von den langfristigen Renditechancen des Aktienmarkts zu profitieren. Hieraus ergeben sich übergeordnet drei verschiedene Vermögensaufteilungen, die als Richtwerte gelten und auf den einzelnen Anleger individuell zu übertragen sind.

Vermögensaufteilung

Grundsätzlich lassen sich aktive und passive Anlagestrategien unterscheiden. Bei aktiven Anlagestrategien versucht der Anleger sein Vermögen durch eine gezielte Auswahl von z.B. Aktien oder Anleihen („stock picking“) zu investieren. Auch entscheidet er selbst über einen optimalen Kauf- und Verkaufszeitpunkt („timing“), idealerweise also zum günstigsten Kurs kaufen und zum höchsten verkaufen.

Bei passiven Anlagestrategien wird auf die spezifische Auswahl vermeintlich attraktiver Wertpapiere und auf die Bestimmung optimaler Kauf- und Verkaufszeitpunkte bewusst verzichtet. Im Gegensatz zur aktiven Strategie verfolgt die passive Strategie nicht das Ziel, die Rendite eines Vergleichsindex (z.B. DAX oder Dow Jones) zu schlagen, sondern sich mit der Marktrendite zu begnügen. Sowohl aktive als auch passive Strategien bieten ihre spezifischen Vorteile, die es gegeneinander abzuwägen gilt. Es ist auch immer eine Mischung beider Formen möglich, um die Vorteile der einzelnen Strategien zu nutzen.